Brunz - Das Zentralorgan -

Pressespiegel

Sehr geehrter Herr Milosevic*,

wir engagieren uns mit Anzeigen schon seit Jahren bewußt und nicht vordergründig aus kommerziellen Gründen in vielen Schüler- und Jugendzeitschriften.

Ein Belegexemplar wie Brunz - Das Zentralorgan -, das wir jetzt mit einer Anzeigenrechnung über 150,--DM zugesandt erhielten, ist uns nach Aufmachung und Inhalt noch nie vorgelegt worden.

Gegen eine, wie bei Auftagsabwicklung geschilderte, "Satire-Zeitung" haben wir nichts einzuwenden; das Ergebnis, das uns jetzt als Erstausgabe vorliegt, übersteigt jedoch bei weitem die Grenzen des guten Geschmacks. Die, wie Sie selbst schreiben, "sehr provokante Aufmachung" mit der Sie auf ihre erste Ausgabe aufmerksam machen wollen, wirkt unseres Erachtens in hohem Maße jugendgefährdend.

Wir betrachten es daher als geschäftsschädigend, als Kreditinstitut mit einem Inserat in dieser Zeitschrift vertreten zu sein; die Bezahlung der Rechnung über 150,-- DM lehnen wir aus diesem grunde ab.

Von künftigen Anfragen im Hinblick auf Inserate bitten wir, Abstand zu nehmen.

Reichssparkasse München*

Radenkovic*

*alle Namen geändert


Reichsverwaltungsreferat*

Bußgeldverfahren nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten -OWiG-

Sehr geehrter Herr Karadzic*,

zumindest am 02.07.1992, von 7.30 bis 8.00 Uhr, wurde vor dem Moosacher Gymnasium in der Gerastraße und der Merseburger Straße die von Ihnen herausgegebene Zeitschrift "Brunz - Das Zentralorgan-" (Nr.1) öffentlich verbreitet.

Auf dem Deckblatt (Vorder- und Rückseite) dieser Zeitschrift ist eine grob anstößige Abbilduing eines Menschen, der seine Notdurft -Kot- auf der Kühlerhaube eines Mercedes verrichtet, abgedruckt.

Als Herausgeber diese Druckwerkes und Verantortlicher im Sinne des Pressegesetzes haben Sie durch die öffentliche Verbreitung dieser Zeitschrift eine grob ungehörige Handlung vorgenommen, die geeignet war, die Allgemeinheit zu belästigen und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen.

* alle Namen geändert